Energiequalitätskontrolle

Energie- Netzanalysemessungen, niederspannungsseitig am Energieversorgungstrafo bestimmen die Energiequalität. Mit ihnen lassen sich Störfrequenzen im Energieversorgungsnetz aufspüren, die von anderen Verbrauchern unbewusst in das Energieversorgungsnetz eingespeisst werden und eigene Geräte an der Funktion stören.

Die einfachste Abhilfe sind Blindleistungsregelanlagen mit Oberfrequenzfiltern, welche in bestimmten Frequenzbändern die Störeinflüsse mindern.

Selbstverständlich können auch „automatische Oberfrequenzfilter“ eingebaut werden, die in allen Frequenzbändern, bis zu 2 kHz (EN- Vorgabe), alle störenden Oberfrequenzen reduzieren.

 

Oberfrequenzstörungen lassen sich mit einzelnen Energie- Netzanalysemessungen in Maschinenparks aufspüren. Durch spezielle Netzfilter vor Ort lässt sich ein weiter störendes Signal entkoppeln.

 

Die PEN- Verschleppung und hohe Ströme im PEN-Leiter.

Das normale Energieversorgungskabel wird meist in 4-Leiter-Technik ausgeführt. Dabei wird der PE- Leiter mit dem Neutralleiter zusammengeschaltet; und um Kupfer zu sparen, mit geringerem Querschnitt verlegt. Über den PEN- Leiter sollen sowieso nur Ausgleichsstöme fliessen, die bei symetrischer Drehstromnetzauslastung nicht auftreten.

Es kommt nun zum Auftreten von 2 Störungsarten:

(1) PEN- Verschleppung

Wird nun der PE- Leiter einer Datenbussleitung, zur Verhinderung von Störungen, an den PE- Leiter des Versorgungskabels angeschlossen, passiert das Gegenteil. Die Ausgleichströme, die über den N-Leiter fliessen befinden sich, durch eine Brücke im Hauptschaltschrank, auch auf dem PE- Leiter. Es kommt zu Störungen bei der Datenübertragung.

(2) Hohe Ströme auf dem Neutralleiter (!Achtung Brandgefahr!)

In Maschinenparks kommt es, bei Einbau von verlustarmen elektronischen Steuerungen, zum Entstehen von Oberwellenspannungen der 3. Ordnung. Man spricht auch von Harmonischen der 3. Ordnung. Diese Oberwellenspannungen addieren sich im Neutralleiter. Mit den Spannungen und dem Widerstand im Kabel kommt es zu einem Oberwellenstrom, für den der Querschnitt des Kabels oft zu niedrig dimensioniert ist. Bei mehreren Maschinen wird der Strom so hoch, das die Grenze von 65°C erreicht wird und die Isolierung anfängt zu verbrennen.

Aber es gibt Abhilfe. Mit einer Netzanalysemessung  (s.o.) lassen sich Oberwellenspannungen der 3. Ordnung finden und mit Oberwellenfiltern reduzieren.